Satisfyer Pro 2 Generation 3 im ausführlichen Test
Mit dem Satisfyer Pro 2 Generation 3 setzt Satisfyer die Entwicklung seines wohl beliebtesten Druckwellenvibrators fort. Auch dieses Modell arbeitet wieder mit der Air-Pulse-Technologie, bei der die Klitoris ohne direkten Kontakt stimuliert wird. Allerdings bietet die neue Version zusätzlich eine Vibrationsfunktion, und die Oberfläche besteht nun aus Silikon statt aus Kunststoff.
In diesem Testbericht schaue ich mir an, wie sich der Satisfyer Pro 2 Generation 3 in der Praxis schlägt und ob sich der Kauf lohnt.
- Druckwellen + Vibration
- 11 Intensitätsstufen
- 12 Vibrationsprogramme
- Relativ leise
- Akkulaufzeit von bis zu 60 Minuten
- IPX7-Wasserdicht
Unboxing & erster Eindruck
Geliefert wird der Satisfyer Pro 2 Generation 3 in einer stabilen Box, deren Gestaltung sich an der jeweiligen Farbvariante des Toys orientiert. Hinter der aufklappbaren Vorderseite befindet sich eine aufreißbare Kartonlasche, die bestätigt, dass die Verpackung noch ungeöffnet ist.
Neben dem Toy liegen ein Ladekabel, ein zweiter Silikonaufsatz, eine Kurzanleitung sowie Sicherheits- und Garantiehinweise bei. Schade ist nur, dass kein Aufbewahrungsbeutel enthalten ist.
Neben dem Standardaufsatz mit Öffnung wird auch ein weiterer mitgeliefert, bei dem die Öffnung durch eine Silikonmembran verschlossen ist. Laut Hersteller soll damit ein Gefühl erzeugt werden, das an einen Wasserstrahl erinnert. Wie genau das funktioniert und ob dieser Effekt wirklich entsteht, erfährst du im Abschnitt „So schlägt sich der Satisfyer Pro 2 Generation 3 in der Praxis“.
Das Toy ist vollständig mit Silikon überzogen, wodurch es sich besonders glatt und angenehm anfühlt. Wie bei den meisten neuen Silikonprodukten ist zunächst ein schwacher Eigengeruch wahrnehmbar. Dieser ist jedoch nicht störend und verschwindet relativ schnell.
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns die Unterschiede zum Vorgänger genauer an.
Die wichtigsten Unterschiede zum Vorgänger
Auf den ersten Blick fällt auf, dass sowohl die Form als auch die Größe unverändert geblieben sind. Auch die drei Tasten sind weiterhin vorhanden. Allerdings wurde die Steuerung überarbeitet: Eine eigene Power-Taste gibt es nicht mehr, da die Tasten jetzt mehrere Funktionen übernehmen. Details dazu findest du im Abschnitt „Steuerung des Satisfyer Pro 2 Generation 3“.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich beim Material. Während das vorherige Modell vollständig aus Kunststoff gefertigt war, wirkt die dritte Generation mit ihrer Silikonoberfläche deutlich edler. Auch wenn der Pro 2 Generation 2 in der Anwendung durchaus überzeugte, vermittelte er haptisch nicht unbedingt den Eindruck eines besonders edlen Toys. Das Silikon bringt außerdem einen praktischen Vorteil mit sich: Es absorbiert Betriebsgeräusche viel besser als ein Kunststoffgehäuse.
Auch technisch hat sich einiges getan. Im Unterschied zum Vorgänger verfügt das neue Modell zusätzlich über einen Vibrationsmotor. Für mich ist das ein großer Pluspunkt, denn manchmal möchte ich mit einer weniger direkten Stimulationsart anfangen als Druckwellen. Auch der Liquid-Air-Aufsatz ist für einen sanften Einstieg ganz gut geeignet.
Die Akkuleistung hat sich bei der dritten Generation leider verschlechtert. Statt wie zuvor 90 Minuten liegt die Laufzeit nun bei rund 60 Minuten. Zudem benötigt das Gerät mit etwa drei Stunden deutlich länger für eine komplette Aufladung. Insgesamt bleibt das Thema Akku damit weiterhin eine Schwachstelle des Herstellers, was angesichts der vergleichsweise günstigen Preise jedoch kaum überrascht.
Was die Druckwellenstimulation betrifft, entspricht sie für mich in Gefühl und Intensität genau der des Vorgängers. Auf die Vibration und den neuen Aufsatz gehe ich später noch genauer ein.
Wenn ich mich zwischen den beiden Modellen entscheiden müsste, würde meine Wahl klar auf die neue Generation fallen. Sie wirkt durch die Silikonoberfläche hochwertiger, bietet zusätzlich eine Vibrationsfunktion und ist sogar in einer appgesteuerten Version erhältlich. Hast du aber das Vorgängermodell bereits und bist zufrieden, besteht kein zwingender Grund für ein Upgrade.
Satisfyer Pro 2 Generation 3 Bedienungsanleitung
Bevor ich darauf eingehe, wie sich der Satisfyer Pro 2 Generation 3 in der Praxis schlägt, erkläre ich zunächst die wichtigsten Punkte zur Nutzung des Geräts.
Satisfyer Pro 2 Generation 3 aufladen
Setze das magnetische Ladekabel an die vorgesehenen Kontakte am Gerät und verbinde das USB-Ende mit einem Netzadapter oder einem Computer. Eine kleine LED zeigt den Ladezustand an: Blinken bedeutet, dass geladen wird, und dauerhaftes Leuchten, dass der Akku voll ist. Eine komplette Aufladung dauert drei Stunden und reicht für ca. eine Stunde Nutzung, wobei sich die Laufzeit bei voller Leistung entsprechend verkürzt.
Steuerung des Satisfyer Pro 2 Generation 3
Die Druckwellenfunktion wird durch längeres Drücken der mittleren Taste aktiviert. Ein kurzer Druck auf dieselbe Taste erhöht die Intensität der Druckwellen, während die gegenüberliegende Taste sie wieder reduziert. Dabei stehen 11 Stufen zur Auswahl.
Zum Aktivieren der Vibrationsfunktion musst du die separate Taste mit dem Tilde-Symbol (~) etwa zwei Sekunden lang gedrückt halten. Anschließend wechselst du mit einem kurzen Tastendruck zum nächsten Vibrationsmodus. Ein Zurückschalten ist dabei natürlich nicht möglich. Insgesamt stehen 12 Vibrationsmodi zur Verfügung: Die ersten fünf bieten eine konstante Vibration in steigender Intensität, gefolgt von sieben verschiedenen Mustern.
Dank der separaten Steuerung lassen sich Druckwellen und Vibration also einzeln oder in Kombination nutzen.
So benutzt du den Satisfyer Pro 2 Generation 3
Nachdem du etwas wasserbasiertes Gleitgel aufgetragen hast, spreizt du deine Schamlippen leicht und positionierst den Stimulationskopf so, dass die Klitoris vollständig in der Öffnung liegt. Ob du das Gerät schon vorher startest oder erst danach, bleibt dir überlassen.
Wer noch keine Erfahrung hat, fängt am besten mit einer niedrigen Intensitätsstufe an und tastet sich dann langsam vor. Probier dich aus, aber hör auf, sobald es sich unangenehm anfühlt.
Reinigung des Satisfyer Pro 2 Generation 3
Der Satisfyer Pro 2 Generation 3 ist wasserdicht und lässt sich daher unkompliziert unter fließendem Wasser reinigen. Du kannst dabei antibakterielle Seife oder einfach einen Sexspielzeugreiniger verwenden.
Die effektivste Methode zur Reinigung der Öffnung des Stimulationskopfs besteht für mich darin, Toyreiniger hineinzusprühen, das Gerät unter Wasser zu halten und es kurz auf höchster Stufe laufen zu lassen.
Wenn du das Toy abtrocknest, nimm besser ein fusselfreies Tuch, denn auf Silikon bleiben Fusseln sehr leicht kleben.
So schlägt sich der Satisfyer Pro 2 Generation 3 in der Praxis
Bei der Air-Pulse-Technologie erfolgt die Stimulation ohne direkten Kontakt. Wie sich das anfühlt, lässt sich nur schwer beschreiben, letztlich muss man es selbst ausprobieren. Sicher ist aber, dass es sich deutlich von allem unterscheidet, was man von klassischen Toys kennt. Die Druckwellen fühlen sich pulsierend an und wirken gezielter als Vibration. Dabei entsteht übrigens kein permanenter Sog, wie viele fälschlicherweise annehmen.
Die Luftdruckimpulse sind angenehm sanft und verursachen bei mir kein Taubheitsgefühl. Trotzdem entfalten sie eine starke Wirkung, sodass ich den Höhepunkt viel schneller erreiche und dieser intensiver ausfällt als sonst.
Bei der Vibration sehe ich den größten Nutzen in Kombination mit den Druckwellen. Allein betrachtet konnte sie mich weniger überzeugen, da sie über den Silikonaufsatz nicht besonders gut übertragen wird, obwohl die Kontaktfläche eigentlich groß und fest genug ist. Sinnvoll einsetzen lässt sie sich dennoch, wenn man direkt die Rückseite des Gerätekopfes nutzt, dort kommt sie deutlich besser zur Geltung als über den Aufsatz.
Neben dem Standardaufsatz bietet das Gerät auch den sogenannten Liquid-Air-Aufsatz, der für eine andere Art der Stimulation gedacht ist. Anstelle der üblichen Öffnung besitzt dieser eine dünne Membran, die bei aktivierter Druckwellenfunktion sanft gegen die Klitoris schlägt. Ich kann zwar nachvollziehen, warum der Hersteller das mit einem Wasserstrahl vergleicht, für mich fühlt es sich aber nicht wirklich so an. Mit viel Gleitgel geht es vielleicht in die Richtung, die Wirkung ist trotzdem nicht dieselbe. Angenehm ist das Gefühl aber allemal.
Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist für viele die Lautstärke, gerade wenn man nicht allein wohnt. Hier kann ich aber beruhigen: Das Gerät arbeitet angenehm leise, besonders wenn es aufliegt. Schaltet man aber zusätzlich die Vibrationsfunktion ein, nimmt die Lautstärke natürlich zu.
Wo bekommt man den besten Preis?
Mit 89,95 € gehört der Satisfyer Pro 2 Generation 3 eher zu den teureren Modellen der Marke, bietet dafür aber auch ein entsprechend stimmiges Gesamtpaket.
Wer sparen möchte, wird bei eis.de fündig, wo der Preis meist zwischen 30 und 40 Euro liegt, manchmal sogar darunter.
Fazit zum Satisfyer Pro 2 Generation 3
Unterm Strich macht der Satisfyer Pro 2 Generation 3 einen sehr überzeugenden Eindruck. Die Silikonoberfläche wirkt edel, die Verarbeitung ist sauber und das Gerät liegt gut in der Hand. Auch was die Bedienung angeht, gibt es nichts zu beanstanden.
Positiv hervorzuheben ist zudem, dass sich Druckwellen und Vibration getrennt steuern und somit auch kombinieren lassen. Mit 11 Intensitätsstufen bzw. 12 Modi ist dabei für genügend Abwechslung gesorgt. Ergänzt wird das Ganze durch den Liquid-Air-Aufsatz, der als dritte Stimulationsart betrachtet werden kann.
Der Akku gehört zwar nicht zu den stärksten, war bei Satisfyer aber auch nicht anders zu erwarten. In der Praxis reicht er aber völlig aus, zumal die Anwendung dank der effektiven Stimulation ohnehin nicht lange dauert.
Dank IPX7-Zertifizierung ist das Gerät außerdem vollständig wasserdicht und kann somit problemlos unter Wasser verwendet werden, was auch die Reinigung deutlich erleichtert.
Geeignet ist der Satisfyer Pro 2 Generation 3 vor allem für diejenigen, die einen guten Druckwellenvibrator suchen, dabei aber nicht zu viel ausgeben möchten. Ich halte ihn für das aktuell beste Modell der Marke.
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