Lovense Ferri im Test: Lohnt sich der Slipvibrator mit App-Steuerung?
Der Lovense Ferri ist ein kompakter Vibrator, der direkt in der Unterwäsche getragen wird und sich per App steuern lässt. Dadurch ergibt sich eine Nutzung, die deutlich flexibler ist als bei klassischen Modellen. So kann die Steuerung auch von einer anderen Person übernommen werden, selbst wenn diese nicht vor Ort ist. Auch für jene, die ihn nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs nutzen möchten, ist der Ferri eine interessante Option.
In diesem Artikel erkläre ich, wie die App-Steuerung funktioniert, und bewerte unter anderem Tragekomfort, Vibrationsintensität, Akkulaufzeit und die Zuverlässigkeit der Verbindung.
- Appgesteuerter Slipvibrator
- Intuitive Bedienung
- Sehr zuverlässige Verbindung
- Starke Vibration
- Lange Akkulaufzeit
- Komplett wasserdicht
- Körperfreundliche Materialien
- Für Solo- und Paarnutzung geeignet
Auspacken und erster Eindruck
Die Verpackung des Lovense Ferri ist ziemlich einfach gestaltet. Sie ist überwiegend weiß, vorne sieht man eine Abbildung des Geräts sowie den Markennamen und die Modellbezeichnung. Sie macht insgesamt einen ordentlichen Eindruck und schützt den Inhalt zuverlässig.
Der Lovense Ferri hat eine leicht gebogene Form und besteht größtenteils aus pinkem Silikon, auf der Vorderseite ist zusätzlich schwarzer Kunststoff verbaut. Die Übergänge sind zwar sauber verarbeitet, aber eine durchgehende Silikonoberfläche würde wahrscheinlich hochwertiger aussehen.
Nutzung des Lovense Ferri
Bevor ich den Lovense Ferri im Detail bewerte, geht es zunächst um die Anwendung.
Lovense Ferri aufladen
Der Lovense Ferri wird über das mitgelieferte USB-Kabel geladen. Die entsprechenden Kontakte befinden sich auf der Vorderseite des Geräts. Nach etwa einer Stunde ist der Ladevorgang beendet. Dann geht das Licht des Power-Buttons aus.
Positionierung im Slip
Die Vibration ist am voluminöseren Ende des Toys am deutlichsten spürbar. Entsprechend sollte dieser Bereich möglichst nah an der Klitoris positioniert werden. Ein gut sitzender Slip sorgt dabei für optimalen Kontakt und verstärkt die Vibrationswirkung.
Manuelle Steuerung des Lovense Ferri
Halte die Ein-/Aus-Taste für einige Sekunden gedrückt, um den Ferri einzuschalten. Mit einem kurzen Tastendruck kannst du danach zum nächsten Vibrationsmodus schalten. Dabei stehen dir insgesamt 7 Modi zur Auswahl, bestehend aus 3 Intensitätsstufen und 4 Mustern. In der App gibt es noch deutlich mehr, und du kannst dort auch die auf dem Ferri gespeicherten Vibrationsmodi durch andere ersetzen oder um weitere ergänzen.
Die manuelle Steuerung eignet sich natürlich vor allem für zu Hause, da sie unterwegs kaum unauffällig möglich ist.
Lovense Ferri mit der App verbinden
Installiere zunächst die App auf deinem Smartphone, aktiviere Bluetooth und starte sie. Sobald das Gerät eingeschaltet ist, befindet es sich automatisch im Kopplungsmodus.
Da man auch ohne Benutzerkonto Zugriff auf die wichtigsten Funktionen der App hat, kannst du eigentlich direkt loslegen, ohne dich vorher zu registrieren. Tippe dafür einfach oben rechts auf das Verbindungssymbol und starte die Suche nach dem Gerät. Sobald der Ferri in der Liste erscheint, wählst du ihn aus, und die Verbindung wird hergestellt. Bei der normalen Bluetooth-Suche taucht er übrigens nicht auf, sondern ist nur in der Lovense App sichtbar. Dadurch bleibt er für andere Smartphones verborgen.
Direkt nach dem Koppeln kannst du unter „Spielzeugstärke“ (siehe Screenshot) einstellen, wie stark der Ferri maximal vibrieren darf. Diese Obergrenze wird dann bei allen Programmen berücksichtigt. Das ist vor allem in leisen Umgebungen hilfreich, da eine höhere Intensität natürlich auch mehr Geräuschentwicklung bedeutet.
Funktionen der Lovense App
Die Lovense App bietet dir verschiedene Möglichkeiten, den Ferri zu steuern. Grundsätzlich lässt sich zwischen der Wiedergabe von Programmen und der Steuerung in Echtzeit unterscheiden.
Zum einen stehen dir voreingestellte Programme zur Verfügung, die du einfach abspielen kannst. Währenddessen kannst du die Wiedergabegeschwindigkeit verändern oder das Programm pausieren. Zum anderen gibt es eine direkte Echtzeitsteuerung. Unter „Startseite → Remote“ sowie unter „Entdecken → Dynamic Control“ kannst du die Intensität per Wischbewegung regulieren. Wenn dir das nicht reicht, kannst du sogar eigene Vibrationsmuster erstellen und speichern.
Eine weitere Möglichkeit ist die Fernsteuerung über das Internet. Dabei kannst du den Ferri von einer anderen Person steuern lassen, unabhängig davon, wo diese sich befindet.
Darüber hinaus kannst du den Ferri mit Musik synchronisieren, sodass er automatisch im Takt vibriert. Daneben steht ein Soundmodus zur Verfügung, bei dem das Smartphone-Mikrofon Umgebungsgeräusche erfasst und die Vibration entsprechend angepasst wird.
Eher ungewöhnlich, aber doch interessant ist die Weckfunktion, bei der der Ferri zur gewünschten Zeit vibriert. Dank der hautfreundlichen Materialien ist hier ein längeres Tragen problemlos möglich.
Die genannten Funktionen stellen nur einen Teil dessen dar, was die App insgesamt bietet, machen aber bereits deutlich, wie umfangreich sie ist. Gleichzeitig ist sie übersichtlich aufgebaut, sodass man sich schnell darin zurechtfindet.
So schlägt sich der Lovense Ferri in der Praxis
In diesem Abschnitt bewerte ich, wie sich der Lovense Ferri bei Intensität, Lautstärke, Tragekomfort, Verbindungsstabilität und Akkulaufzeit schlägt.
Wie stark ist die Vibration?
Die meisten Slipvibratoren zielen nicht unbedingt auf einen Orgasmus ab, sondern eher auf eine dezente Stimulation. Der Ferri hebt sich hier ab, denn seine Vibration ist durchaus stark genug, um auch das zu erreichen. Eng anliegende Kleidung erhöht die Intensität zusätzlich. Damit ist der Lovense Ferri der stärkste Slipvibrator, den ich bisher getestet habe.
Wie bei anderen Vibratoren kann auch beim Ferri der stimulierte Bereich nach einer Weile taub werden. Deshalb ist es sinnvoll, ihn nicht zu lange am Stück zu verwenden.
Wie laut ist der Ferri?
Der Ferri gehört zwar zu den stärksten Slipvibratoren, ist dafür aber nicht der leiseste. Er ist aber auch nicht übermäßig laut und lässt sich in den meisten Situationen ohne Bedenken nutzen. Nur in wirklich stiller Umgebung empfiehlt es sich, die Intensität etwas zu reduzieren, da höhere Stufen natürlich entsprechend lauter sind.
Ist der Ferri angenehm zu tragen?
Nach kurzer Zeit nimmt man den Ferri eigentlich kaum noch bewusst wahr. Solange deine Hose also nicht sehr eng anliegt, macht er sich so gut wie nicht bemerkbar. Dein Slip hingegen sollte nicht zu locker sitzen, besonders wenn du ein Kleid trägst. Der Ferri wird dank des starken Magneten zwar nicht herausfallen, aber eine optimale Stimulation wäre dann nicht mehr gewährleistet.
Wie stabil ist die Verbindung?
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es beim Tragen eines Slipvibrators unterwegs nicht darauf ankommt, wie stark er vibriert oder wie leise er ist. Das dezente Betriebsgeräusch verschwindet meist sowieso im üblichen Hintergrundlärm. Entscheidend ist vielmehr, dass die Verbindung zur App stabil bleibt, denn schon kurze Aussetzer können den Moment ruinieren. Hier liegt wirklich eine der größten Stärken des Ferri, denn ich hatte bisher nicht einen einzigen Verbindungsabbruch damit. Auch die Bluetooth-Reichweite ist mehr als solide. Selbst wenn sich eine Wand oder eine geschlossene Tür zwischen Toy und Smartphone befindet, bricht die Verbindung nicht ab.
Wie lange hält der Akku wirklich?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die tatsächliche Laufzeit hängt stark davon ab, welche Intensitätsstufe man nutzt. Entsprechend werden die angegebenen Laufzeiten, unabhängig von Hersteller oder Modell, nur dann erreicht, wenn man sich auf niedrige Stufen beschränkt.
Auch wenn die beworbenen 195 Minuten bei normaler Nutzung wohl nicht ganz realistisch sind, kommt aktuell kein anderer Slipvibrator an die Ausdauer des Ferri heran. Tatsächlich musste ich ihn bisher nur selten laden, der Akku reicht also locker für mehrere Anwendungen.
Mein Fazit zum Lovense Ferri
Unterm Strich liefert der Lovense Ferri genau das, was man sich wünscht: eine stabile Verbindung ohne Aussetzer, eine intensive Vibration und eine Akkulaufzeit, auf die man sich im Alltag verlassen kann.
Die App ist übersichtlich aufgebaut und bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die von vorgefertigten Vibrationsprogrammen bis hin zu Fernsteuerung und interaktiven Features reichen. Praktisch ist auch, dass der Ferri weiterläuft, selbst wenn man den Bildschirm sperrt oder zwischen Apps wechselt.
Darüber hinaus überzeugt der Ferri auch beim Tragekomfort. Man kann ihn problemlos länger tragen, ohne dass er sich unangenehm anfühlt, und dank des starken Magneten bleibt er zuverlässig an seinem Platz.
Er ist außerdem wasserdicht, sodass er sich leicht reinigen lässt und auch unter Wasser verwendet werden kann.
Wenn man das Gesamtpaket betrachtet, ist der Ferri für mich aktuell die beste Wahl unter den appgesteuerten Slipvibratoren.
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